KESR-Blog
Blog zum Kindes- und Erwachsenenschutz
Beweiswert öffentlich beurkundeter Vorsorgeauftrag
Gemäss Art. 9 Abs. 1 ZGB erbringen öffentliche Register und öffentliche Urkunden für die durch sie bezeugten Tatsachen vollen Beweis, solange nicht die Unrichtigkeit ihres Inhaltes nachgewiesen ist. In einem neu publizierten Urteil hatte das Bundesgericht wieder die Gelegenheit, klarzustellen,
Untersuchungsmaxime (im Beschwerdeverfahren)
In einem neu publizierten Urteil hat sich das Bundesgericht mit der Tragweite der Untersuchungsmaxime (Art. 446 ZGB) im kantonalen Beschwerdeverfahren beschäftigt. In einem Kindesschutzverfahren wirft die Mutter der kantonalen Beschwerdeinstanz vor, eine im Verlauf des kantonalen Beschwerdeverfahrens eingetretene Stabilisierung der
Revision fürsorgerische Unterbringung
Der Bundesrat will die gesetzlichen Regelungen zur fürsorgerischen Unterbringung (FU) revidieren und damit für klarere Regelungen sorgen. Dazu schlägt er vor, insbesondere die Regelungen zur Durchführung der medizinischen Massnahmen im Rahmen einer FU anzupassen und eine nationale Statistik zur FU
Nötigung durch Betreibung von Beistandspersonen?
Einem neu veröffentlichtem Urteil des Bundesgerichts lag (verkürzt) folgender Sachverhalt zu Grunde: Eine Person wurde 2022 verbeiständet. (Wohl) Im Zusammenhang mit der Erstellung des Inventars stellte die Beiständin fest, dass sich das Vermögen der betroffenen Person von 2016 bis 2022
Nationale Kinderschutzstatistik 2025
Pädiatrie Schweiz hat die Erhebung zu Kinderschutzfällen an Schweizer Kinderkliniken im Jahr 2025 veröffentlicht. Im Jahr 2025 sind insgesamt 2380 Kinder und Jugendliche aufgrund einer vermuteten oder bestätigten Misshandlung betreut oder behandelt worden. Dies entspricht einer Zunahme um 296 Fälle (+14.2 %)
Ausflug ins Verfahrensrecht: Die Grenzen von KI für Verfahrensbeteiligte
In einem bundesgerichtlichen Urteil (welches keinen Bezug zum Kindes- und Erwachsenenschutz ausweist) hat die Beschwerdeführerin festgehalten, die Beschwerde „zur Einsparung von Kosten […] mit Hilfe von KI erstellt“ zu haben. Das Bundesgericht hat dazu festgehalten, es „…sei fraglich…“, ob eine solche